Fragen und Antworten

Was muss ich über den Krippenstart und die Eingewöhnungszeit meines Kindes wissen?

Eine erfolgreiche Eingewöhnung ist für das Wohlergehen des Kindes von zentraler Bedeutung. Sie zeigt sich daran, dass sich das Kind bei Bedarf auch von der Erzieherin trösten lässt. Zu einer guten Eingewöhnung gehören auch Abschieds- und Wiedersehensrituale. Für die Eingewöhnungszeit ist im Allgemeinen ein Zeitraum von 2 Wochen vorgesehen, welche Gratis sind. Die Eingewöhnung findet – wenn möglich – vor dem eigentlichen Krippenstart statt. In den ersten drei Tagen sollte das Kind in Anwesenheit des Elternteils, oder einer anderen Bezugsperson, einige Stunden das Chinderhuus Simsala kennen lernen können. Danach kann mit anfangs kurzen, dann mit steigenden Abwesenheiten der Bezugsperson begonnen werden. Je nach den Reaktionen des Kindes wird dann der weitere Verlauf der Eingewöhnung individuell geplant. Die Erzieherinnen haben dabei die Aufgabe, Vertrauen aufzubauen und das Kind in den Tagesablauf und in die Kindergruppe zu integrieren. Die Eingewöhnung können die Eltern dabei aktiv unterstützen, indem sie den Ablöseprozess ihres Kindes bewusst zulassen, sich langsam zurückziehen und ihrem Kind die Möglichkeit einräumen, sich einer anderen Vertrauensperson und der neuen Umgebung zuzuwenden.

Wie wird das Bringen und Abholen der Kinder im Chinderhuus gestaltet? Wann habe ich Gelegenheit, mich mit den Erzieherinnen  auszutauschen? Wie werde ich über den Tagesablauf und über die Entwicklung meines Kindes informiert? Wenn die Eltern verhindert sind, kann auch eine andere Person mein Kind abholen?

Für das Kind ist das Bringen und das Abholen ein wichtiger Moment im Tagesablauf. Deshalb ist es nötig, sich genügend Zeit zu nehmen, um dem Kind jeweils den Übergang zu erleichtern. Abschieds- und Wiedersehensrituale gehören ebenfalls dazu. Bei dieser Gelegenheit findet zudem der alltägliche Austausch an wichtigen Informationen zwischen Eltern und Betreuungsteam statt. Aber auch den Fragen, Wünschen und Anregungen aller Beteiligten sollte hier genug Platz eingeräumt werden. Beim Bringen helfen die Eltern ihrem Kind sich aus-, bzw. umzuziehen und und werden anschliessend von einer Betreuungsperson in Empfang genommen. Beim Abholen gibt die Erzieherin zudem eine Rückmeldung, wie der Tag des Kindes verlief. Ausführliche Elterngespräche finden zusätzlich, in der Regel, einmal jährlich (bei Bedarf häufiger) in einem anderen zeitlichen Rahmen statt. Gegenstand dieser Gespräche können sein: der individuelle Entwicklungsstand des Kindes, allfällige Problem etc. Sollen die Kinder von einer anderen (dem Betreuungspersonal nicht bekannten) Person abgeholt werden, bitten wir Sie, uns rechtzeitig zu informieren. Aus Sicherheitsgründen muss die Person zu dem in der Lage sein, sich vorher auszuweisen, bevor ihr das Kind anvertraut werden kann.

Was isst mein Kind im Chinderhuus Simsala? Darf ich meinem Kind Süssigkeiten mitgeben?

An der Elterninformationswand (in der Garderobe) hängt stets der aktuelle Menüplan der Woche.

Breinahrung wird von den Köchinnen gekocht. Wir achten bei allen Mahlzeiten auf frisches Gemüse und Früchte. Ein Geburtstagskuchen darf gerne mitgebracht werden, ansonsten bitte keine Süssigkeiten mitbringen. Sie sind im Chinderhuus Simsala in gesundem Masse vorhanden.

Das Kind wird nicht zum Essen gezwungen. Es wird aber motiviert, Unbekanntes zu probieren. Das Kind darf allein über die Essensmenge entscheiden, wenn es das wünscht. Die Erzieherin unterstützt es in diesem Entscheidungsprozess. Das Kind lernt, den Hunger zu spüren und zu entscheiden, wie viel es essen möchte.

Wir beginnen das Essen immer mit einem Lied am Mittagstisch, da auch hier Rituale dem Kind Sicherheit geben.

Das Kind darf sich ein Geburtstagsessen wünschen.

Was passiert, wenn mein Kind erkrankt oder einen Unfall hat?

Im Krankheitsfall bitten wir darum, das Kind so frühzeitig wie möglich, spätestens aber bis um 9.00 Uhr des gleichen Tages abzumelden. Bei ansteckenden Kinderkrankheiten, Magen-Darm-Grippe, Bindehautentzündung, Fieber, schwerer Erkältung und bei Verdacht auf Lausbefall darf das Kind nicht ins Chinderhuus Simsala gebracht werden, da die Ansteckungsgefahr zu gross ist. Falls ein Kind während es Betreuungstages erkrankt, benachrichtigen wir die Eltern umgehend, damit das Kind schnellstmöglich abgeholt wird. Bei einem Kind, das während eines Betreuungstages leichtes Fieber bekommt, oder sich unwohl fühlt, wird vom Betreuungsteam und den sofort benachrichtigten Eltern gemeinsam das weitere Vorgehen besprochen. Kranke Kinder fühlen sich am wohlsten zu Hause.

Das Kind darf erst wieder ins Chinderhuus gebracht werden, wenn die Ansteckungsgefahr nicht mehr gegeben ist. Gegebenenfalls wird ein ärztliches Attest verlangt. Bei Fragen und Unfällen steht uns die Kinderärztin Frau Dr. Ulrike Knecht, Windisch zur Seite. Für alle Kinder wird ein individuelles Notfallblatt mit den wichtigsten, persönlichen Daten und Informationen geführt. Bei Spaziergängen und Ausflügen wird dieses Notfallblatt immer mitgeführt, um sofort adäquat handeln zu können.

Was soll ich meinem Kind für das Chinderhuus anziehen? Darf mein Kind seine Spielsachen mit ins Chinderhuus bringen? Was sollte mein Kind für den Besuch im Chinderhuus mitnehmen?

Kinder dürfen ihre persönlichen Spielsachen, Kuscheltiere, Nuggis etc. mitbringen. Eine Ausnahme bilden batteriebetriebenes Spielzeug, wie z.B. ferngesteuerte Autos, Game-Boys, sowie anderes Spielzeug, das Geräusche macht. Wir setzen unsere wenigen Geräusch-Spielsachen im Simsala gezielt ein. Genauso möchten wir aus pädagogischen Gründen keine Spielzeugwaffen, Kriegsspielzeug o.ä. im Chinderhuus. Auch diese setzten wir in Rollenspiel wie z.B. Piraten-, Cowboy-, Indianerspielen gezielt und kontrolliert ein.

Das Chinderhuus haftet nicht für etwaige Schäden und Verlust von Spielzeug, Schmuck und Kleidungsstücken etc. Es ist deshalb empfehlenswert, den Kindern geeignete und praktische Kleidung anzuziehen, die sie beim Spazieren gehen, Malen und Basteln auch einmal schmutzig, oder nass machen können. Ersatzkleidung und Unterwäsche zum Wechseln, sowie Regenkleidung/Gummistiefel, können im Chinderhuus deponiert werden. Rutschfeste Socken oder Hausschuhe sind obligatorisch. Den Jahreszeiten und dem Wetter entsprechend sind im Sommer zusätzlich Sonnenbrille und Sonnenhut und im Winter ein Skianzug mit Mütze Schal/Halstuch und wetterfeste Handschuhen mitzubringen.

Wie wird im Chinderhuus auf die Zahnpflege, Hygiene etc. geachtet? Was ist zu beachten wenn mein Kind an Allergien leidet?

Nach dem Frühstück und dem Mittagessen putzen alle Kinder täglich die Zähne. Die Erzieherinnen leiten die Kinder dabei spielerisch zum richtigen Zähneputzen an und putzen nach. Sowohl die Zahnbürste als auch das Waschzeug (Waschlappen, Handtuch) wird vom Chinderhuus zur Verfügung gestellt und regelmässig erneuert. Nach dem Gang auf die Toilette lernen die Kinder, sich die Hände zu waschen, ebenso vor und nach den Mahlzeiten. Zur Allergievorbeugung werden die kleinen Kinder mit Wasser und geringem Gebrauch von Feuchttüchern gewickelt. Die Windeln werden von den Eltern gestellt. Spezielle Pflegeprodukte (Allergie, Homöopathie, etc.) für die Kinder dürfen die Eltern selbstverständlich mitbringen.

An sonnigen Tagen im Sommer werden die Kinder zum Spielen im Freien und für die Spaziergänge mit geeignetem Sonnenschutzmittel eingecremt, im Winter bei Minus-Temperturen werden die Kinder mit Wind und Wetter-Creme ebenfalls geschützt.

Machen die Kinder im Chinderhuus einen Mittagsschlaf?

Die Ruhe- und Schlafenzeit ist im Chinderhuus in der Regel zwischen 12.00 – 14.00 Uhr. Je nach den individuellen Bedürfnissen dauert der Mittagsschlaf der Kinder unterschiedlich lange. Die Babys und Kleinkinder schlafen jeweils in einem eigenen Schlafraum. Um gegenseitige Störungen zu vermeiden, spielen die grösseren Kinder in dieser Zeit in einem anderen Spielzimmer. Mit den Eltern wird die Dauer des Mittagsschlafes abgesprochen. Bei Babys richten wir uns nach deren individuellen Schlaf-Rythmus und nach den Wünschen der Eltern.

Was mache ich, wenn mein Kind nicht zu den festgelegten Zeiten ins Chinderhuus kommen kann? Gibt es Blockzeiten im Chinderhuus, die ich beachten sollte? Kann ich mein Kind auch ausnahmsweise noch an einem anderen Tag als üblich bringen?

Die Kinder müssen bis spätestens 9.00 Uhr ins Chinderhuus gebracht worden sein, da zu dieser Zeit der Tag mit einem gemeinsamen Ritual begonnen wird. Wir bitten darum, Abwesenheiten des Kindes so frühzeitig wie möglich, aber spätestens bis 9.00 Uhr des gleichen Tages zu melden. Die Blockzeiten sind zwischen 9.00 und 11.00 sowie zwischen 14.00 und 16.30 Uhr. In dieser Zeit sollten die Kinder – von abgesprochenen Ausnahmen abgesehen – weder gebracht noch geholt werden. Einzelne Zusatztage können nach vorgängiger, frühzeitiger Absprache mit der zuständigen Gruppenleiterin in Anspruch genommen werden. Diese werden Ende des Monats separat abgerechnet. Ferien- und Freitage können nicht vom monatlichen Elternbeitrag abgezogen werden.

Was ist zu tun, wenn der Elternbeitrag für mein Kind für unser Einkommensbudget zu hoch ist?

Die Gemeinden Windisch und Brugg sind bereit, die in den Gemeinden wohnhaften Kinder je nach Einkommen und Vermögen der Familie finanziell zu unterstützen. Die Höhe der Subventionsleistungen ist in den jeweiligen Tariftabellen der Gemeinde ersichtlich.
Subventionen Windisch
Subvetionen Brugg

Gibt es auch für ein behindertes Kind die Möglichkeit das Chinderhuus Simsala zu besuchen?

Das Betreuungsteam ist grundsätzlich gegenüber der Aufnahme behinderter Kinder ins Chinderhuus Simsala aufgeschlossen. Entscheidend für die Aufnahme ist die Schwere der körperlichen oder geistigen Behinderung des Kindes.